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Mein Hals muss in den Ausschnitt passen

Der Halsausschnitt soll zu mir und der Ärmel mit Armkugel soll in das Armloch passen

Stricken nach Anleitung - Halsausschnitt, Ärmel und Fertigstellung

Die Tiefe des Halsausschnittes beeinflusst die Wirkung und den Sitz des Strickstücks. Zu tiefe oder zu hohe Ausschnitte sind häufig der Grund, dass man sich nicht wohlfühlt. Nichts ist schlimmer als ständig am Pullover zu ziehen, weil er einen Ausblick auf den Bauchnabel bietet oder am Kinn kneift. Aber wie bestimme ich wo mein Halsausschnitt anfängt?

Mein Hals muss in den Ausschnitt passen

Nachdem im ersten Teil nur gerechnet wurde und im zweiten Teil lediglich das Rückenteil fertig wurde, geht es im dritten Teil endlich um Vorderteil, Ärmel und Fertigstellung des Pullovers.

Das Vorderteil wird bis zum Beginn der Halsausschnittes gleich wie das Rückenteil gestrickt.

8. Etappe - Der vordere Halsausschnitt

Laut Anleitung soll der Halsausschnitt 24 cm tief werden. Ich markiere an meinem fertigen Rückenteil die Tiefe des Ausschnittes mit einer Nadel und halte mir das Teil an.

Mit diesem Ausschnitt würde ich im Freien stehen oder ich wäre gezwungen wie das Model auf dem Verlagsfoto den Pullover ständig nach hinten zu schieben, damit niemand bis zu meinen Bauchnabel sieht.

Mein Halsausschnitt muss später anfangen.

Ich schiebe meine Markierungsnadel nach oben und bestimme so, dass ich mein Vorderteil erst in Reihe 125 teile. Ich berücksichtige die Breite der Blende mit etwa 1,5 cm.

Ich nehme die gleiche Maschenzahl in der Breite wie am Rückenteil ab. 21 Abnahmen auf 70 Reihen ergibt rechnerisch jede 3. Reihe. Damit ich meine Abnahmen nur in der Hinreihe machen kann, nehme ich abwechseld jede 2. und jede 4. Reihe ab.

Zusammennähen gehört nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Ich nähe also Vorder und Rückenteil jetzt schon zusammen und mache auch gleich die Blende am Halsausschnitt und vernähe alle Fäden an den Seiten- und Schulternähten.

9. Etappe - die Ärmel bis zum Armloch

Die Ärmel in der Anleitung haben wieder einmal so eine merkwürdige Form bei der erst nach 18 cm mit den Zunahmen begonnen wird. Was das soll verstehe ich nicht so ganz.

Für mich kommen solche Ärmelformen nicht in Frage, da ich im Besitz von Preisboxer Oberarmen bin. Ich muss gleichmäßig verteilt über die gesamte Länge zunehmen eher von unten etwas schneller um die erforderliche Weite am Oberarm zu erhalten.

Ich stricke einen Ärmel mit Armkugel. Meine Gesamtlänge ist deshalb mit 58 cm etwas länger als in der Anleitung. Dafür muss ich meine Zunahmen bei 44 cm Höhe beendet haben.

Um die Weite am Handgelenk und Oberarm zu bestimmen nehme ich mein Rückenteil und halte mir die gewünschte Weite um das Handgelenk und um den Oberarm, markiere das mit Stecknadeln und bestimme so die Maschenzahl am Anschlag und am Oberarm. Die erforderliche Reihenzahl messe ich ebenfalls am Rückenteil mit dem Maßband ab.

Ich brauche 50 M am Anschlag und 84 M am Oberarm. Das ergibt 17 Zunahmen für 150 Reihen = jede 8. Reihe.

10. Etappe - die Armkugel

Auf die Anleitung kann ich nicht zurückgreifen, da hier die Maschen einfach abgekettet werden. Ich muss meine Armkugel selbst bestimmen. Die Höhe bestimme ich mit dem Maßband im angezogenen Zustand. Von der Schulternaht bis zum Armloch sind es 14 cm = 52 Reihen

Die ersten Abnahmen werden wie am Armloch gearbeitet: 1 x 4 M, 1 x 3 M, 1 x 2 M. (= 18 M und 6 R)

Der obere Teil der Armkugel berechnet sich wie folgt: 1/3 der Gesamtbreite schnell abnehmen (1/3 von 84 M = 28 M). Davon die Hälfte am Schluss abketten (28 M / 2 = 14 M) und den Rest verteilen auf 2-3 Abnhamen (7 M => 1 x 3M, 1 x 4 M). Obere Armkugel 28 M und 6 R.

Bleiben 40 Reihen und 38 Maschen. 2 Reihen mehr oder weniger sind nicht wirklich wichtig. Also 19 x 1 M jede 2. R.

Meine Abnahmen für die Armkugel in der Übersicht:

1 x 4 Maschen jede 2. Reihe
1 x 3 Maschen jede 2. Reihe
1 x 2 Maschen jede 2. Reihe
19 x 1 Masche jede 2. Reihe
1 x 3 Maschen jede 2. Reihe
1 x 4 Maschen jede 2. Reihe
die restlichen 14 Maschen abketten
= 84 Maschen und 50 Reihen

 Und so sieht die fertig eingenähte Armkugel aus.

Damit der Übergang zwischen Armkugel und Vorder- bzw. Rückenteil ordentlich aussieht,  habe beim Zusammennähen darauf geachtet, dass das Muster ineinander über geht.

Sobald der erste Ärmel fertig ist probiere ich erst ob die Länge, die Weite und die Armkugel passt. Dafür schließe ich mit einer Rundstricknadel provisorische die Ärmelnaht und stecke ich den Ärmel mit Stecknadeln in das Armloch.

Ich überprüfe den Sitz und nähe dann erst zusammen.

Jetzt bleibt nur noch der Endspurt. nochmal einen Ärmel stricken und einnähen.

Die Fäden vernähe ich immer sobald ein Teil fertig und eingenäht ist. Dann habe ich am Schluss nicht mehrer Stunden damit zu tun so ungeliebte Tätigkeiten auszuüben.

Das gute Stück ist fertig. Und mir gefällt es. Insgesamt habe ich nur 500 g Wolle verbraucht. Das ist kein Wunder, da mein Pullover kürzer und enger ist als in der Anleitung angegeben.

 

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